Maine Coon
Maine = amerikanischer Bundesstaat)
(engl.coon von racoon „Waschbär“)

Die Maine Coon gehört zu den Naturrassen und hat sich als typvolle „Farmerskatze“ im US-Bundesstaat Maine im Nordosten der USA entwickelt . Seit 1985 ist sie offiziell die Nationalkatze von Maine.
Ihren Namen verdankt sie ,neben dem Bundesstaat, dem englischen Wort für Waschbär: racoon, bzw. coon, denn sie weist einen buschigen Schwanz auf.
Sie hat ein dichtes Fell und ein robustes Äußere,welches durch natürliche Selektion als Anpassung an das Leben als Farmkatze im rauen Klima Maines entstanden ist.
Sie ist ein geschätzter Jäger mit robuster Konstitution.
1976 erkannte schließlich auch der letzte große US-Katzenzucht-Dachverband die Maine Coon an. In Europa wurde die Rasse allerdings erst ab den 1980er Jahren langsam bekannter. Heute zählt die Maine Coon schließlich sowohl in den USA als auch in Europa zu den beliebtesten Rassekatzen überhaupt.

Wesen der Gentle Giant (sanfter Riese)
Sie ist sehr anhänglich wird deshalb auch Hundekatze genannt.
Die Maine Coon hat ein mittleres Temperament und gilt als ausgeglichen und unkompliziert. Sie sind im allgemeinen intelligente und verspielte Tiere. Manche Coonies sind begabte Apportierer.Sie liebt Gesellschaft, sowohl zu anderen Katzen als auch zu ihren Menschen , sind sehr sozial eingestellt und sehr selten aggressiv. Allerdings sind die meisten Maine Coon keine Schoßkatzen, sondern lieber auf ihren eigenen Pfoten überall mit dabei. Sie sind neugierig und begleiten ihre Menschen gerne bei allen Haushaltsaktivitäten. Auffallend ist auch ihre Affinität zu Wasser. Sie schwimmen zwar nicht, angeln und spielen aber gerne am Wasser. Überhaupt ist die Maine Coon dafür bekannt, gerne ihre Pfoten einzusetzen. So nehmen viele Maine Coon ihr Futter erst in die Pfote, bevor sie es essen. Einige lernen auch, mit den Pfoten Türen zu öffnen oder Wasserhähne aufzudrehen. Eine weitere Eigenheit ist ihre Redseligkeit. Sie unterhält sich geradezu mit ihren Menschen, kommentiert und gibt gurrende Laute von sich. Dabei ist ihre Stimme erstaunlich hoch und zart für den recht großen Körper.

Äusseres Erscheinungsbild
Katzen wiegen etwa 4-7kg, Kater 6-9kg.
Die Maine Coon ist die größte und schwerste aller Hauskatzenrassen. Sie gehört zu den Langhaarkatzen. Sie weist dabei einen kräftigen Knochenbau auf, ist muskulös und stämmig gebaut. Der Körper ist eher lang, ebenso der Schwanz. Der Kopf ist etwas länger als breit. Die Schnauze ist breit (Zuckerschnute) . Die Ohren sind groß und hoch am Kopf angesetzt. Kleine Luchspinsel sind erwünscht, kein Muss. Die großen Augen sind oval und leicht schräg gestellt.
Die Katzen haben ein langes dichtes wasserabweisdendes Fell. Im Winter ist das Fell in der Regel deutlich üppiger, als im Sommer. Besonders lang und dicht ist das Fell am Schwanz, an den Beinen und Flanken sowie am Hals, wo sich besonders bei Katern eine ausgeprägte Halskrause bildet. An Schultern und Rücken sollte das Fell dagegen kürzer sein.
Zwischen den Zehen ragen Fellbüschel, die ein einsinken der Katze im Schnee verhindern sollen, die sog. Schneeschuhe. An Farben ist fast alles erlaubt, mit Ausnahme von nicht natürlich vorkommenden Farben, die ein Einkreuzen anderer Rassen notwendig machen würden. Zu nennen sind hier z.B. die Siam- oder die Colourpoint-Zeichnung. Auch an Augenfarben ist alles erlaubt, wobei blaue Augen oder verschiedenfarbene Augen sehr selten sind.
Die Maine Coon ist ein ausgesprochener Spätentwickler. Das Fell ist mit etwa 18 Monaten vollständig ausgebildet, die Statur erst mit 3-4 Jahren.

Haltung und Pflege

Maine Coons sind gesellig, so dass man sie gut zu mehreren, aber auch mit anderen Haustieren zusammen halten kann.. Sie brauchen ebenso engen Kontakt zu ihren Menschen und bleiben eher ungern alleine ,deshalb scheidet eine Einzelhaltung bis auf Ausnahmen aus. Mit Kindern kommen die „sanften Riesen“ meist gut aus.
Die Maine Coon schätzt viel Ansprache und Spiele mit ihren Menschen. Auch klettert und springt sie gut und gerne. Sie ist ein ausgezeichneter Jäger, wenn man ihr Freigang gönnt. Bei genug Auslastung ist sie aber auch als reine Wohnungskatze glücklich.

Das prächtige Fell braucht weniger Pflege, als man denken mag. Besonders bei reinen Wohnungskatzen reicht gelegentliches durchbürsten aus. Lediglich im Fellwechsel ist häufigeres bürsten ratsam, damit die Katze bei der eigenen Fellpflege nicht zu viele Haare aufnimmt. Das prächtige Winterfell entwickelt sich dann, wenn die Katze den Winter erleben darf, z.B. in Form eines gesicherten Balkons oder Auslaufs.

Besonderheit Polydaktylie bei Maine Coons
Vielzehige Tiere
Katzen haben normalerweise fünf Zehen am Vorderfuß und vier Zehen am Hinterfuß, 18 Zehen insgesamt. Eine Katze mit einer zusätzlichen Zehe an zwei oder mehr Pfoten wird auch als Schiffskatze bezeichnet. Zu den polydaktylen Katzenrassen zählen vor allem die Maine Coon die eine spezielle Form präaxialer Polydaktylie ausbildet, den Hemingway-Mutanten, so genannt, weil Ernest Hemingway in seinem Haus in Key West, Florida, eine Population solcher Katzen besaß.
Über Ernest Hemingway ist bekannt, dass er Katzen liebte. Auf seinem Anwesen in Key West, Florida/USA, leben noch heute Nachfahren der Katzen, die dort zusammen mit Ernest Hemingway lebten. Das Anwesen ist heute ein .Museum